Prüfung
Die Planung und handwerkliche Umsetzung Ihrer Gärten und anderer Projekte erfolgt nach den gemeinsamen Fachbetriebsrichtlinien des NaturGarten e.V. und Bioland e.V. Die Fachbetriebe unseres Netzwerks durchlaufen ein gemeinsames Prüfungsverfahren einer Fachkommission des NaturGarten e.V. in Abstimmung mit Bioland.
Anbei ein paar Beispiele der Vorgaben unserer Richtlinien für die verschiedenen Fachbetriebsbereiche:
Für die Fachbetriebe „Planung“ und „Ausführung“ gibt es u.a. folgende Vorgaben:
- Verwendung von mindestens 66 % heimischen Wildpflanzen in bio-zertifizierter Qualität
- Konsequenter Verzicht auf den Einsatz invasiver Pflanzenarten (nach eigener Liste auf Grundlage von offiziellen Bewertungen des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) sowie die rechtlich bindende Unionsliste der EU). Der Verzicht gilt nur für Wildformen, nicht für Sorten der verwendeten Arten.
- Verwendung von mitteleuropäischen Holzarten (keine Verwendung von Tropenhölzern) und Natursteinen aus Mitteleuropa (keine Steine aus Übersee)
- Berücksichtigung der vorhandenen Umgebung und Landschaft
Für die Fachbetriebe „Produktion Wildpflanzen“ und „Produktion Saatgut“ gibt es u.a. folgende Vorgaben:
- Bioland-Zertifizierung des gesamten Erzeugerbetriebes (oder eines anderen anerkannten Anbauverbands möglich) mit aktuellem Nachweis des EU-Bio-Zertifikats und des Bioland-Zertifikats (auch für alle einsehbar unter www.bioc.info)
- Kennzeichnung der heimischen Wildpflanzen im Betrieb (Definition der Wildpflanzen nach Einstufung der Datenbank www.Floraweb.de für Deutschland und der gesamten heimischen Wildstauden in Österreich und der Schweiz bis zum Hauptkamm der Alpen)
- Es darf nur torffreies Substrat zum Topfen verwendet werden.
- Konsequenter Verzicht auf die Produktion und den Verkauf invasiver Neophyten (nach eigener Liste auf Grundlage von offiziellen Bewertungen des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) sowie die rechtlich bindende Unionsliste der EU).
Weitere Details in den folgenden aktuellen Richtlinien. Hier sind auch die aktuellen Mitglieder des Fachbetriebsausschusses und die Fachbetriebsprüfer*innen genannt.
Auf dem Weg zur eigenen Fachbetriebsprüfung – Patenschaften für unseren Nachwuchs
Hier geht es zum Verlauf der Prüfung:
Anmeldung und Nachwuchspatenschaften
Hier geht es zu den aktuellen Anmeldeformularen als Fachbetrieb:
„Patenschaft“ durch bestehende Fachbetriebe
Um Anwärtern auf den Fachbetrieb den Weg zur Prüfung etwas zu erleichtern, haben sich einige der Fachbetriebe entschlossen, die Anwärter persönlich zu betreuen. Diese Betreuung erfasst viele Arbeitsfelder und wird zwischen Anwärter und Fachbetrieb beiderseits frei vereinbart. Sie kann jederzeit durch Anwärter oder Paten beendet werden.
Folgende Fachbetriebe haben sich bereit erklärt, jeweils 1-2 Anwärter über einen Zeitraum von 1-2 Jahren für die Zeit bis zur Prüfung zu betreuen.
Für den Prüfungsbereich Planung
Ulrike Aufderheide, Bonn
Dorothee Dernbach, Büdingen
Renate Froese-Genz, Potsdam
Friedhelm Strickler, Alzey
Kerstin Gruber, Neustadt an der Aisch
Reinhard Witt, Regensburg
Norbert Steininger, Bamberg
Birgit Helbig, Abenberg
Für den Prüfungsbereich Ausführung (wie Gestaltung und Naturgartenbau)
Biotop, Hamburg
Strickler, Friedhelm, Alzey
Frank Willemsen, Krefeld
Reinhard Witt, Regensburg
Norbert Steininger, Bamberg
Birgit Helbig, Abenberg
Benedikt Brockmann, Bonn
Für den Prüfungsbereich der Wildpflanzen- und Saatgutproduktion
Strickler, Friedhelm, Wildpflanzen-Gärtnerei Strickler
Susanne Spatz- Behmenburg, Gärtnerei Staudenspatz