Grauwacke Trockenmauern

 
 
 
 
 
 

Im Rheinland stehen sind vier lokale Steinsorten im Handel, aus denen Mauern aufgesetzt werden können:
Basalt, Eifelkalk, Lava und Grauwacke.
Basalt und Eifelkalk sind kaum zu bearbeiten und werden als unregelmäßige Wasserbausteine geliefert. Auch Lava wird als unregelmäßiger „Krotzen“ geliefert. Aus Lava lassen sich Mauern leichter bauen, der Stein ist nicht schwer und leicht zu bearbeiten. Allerdings werden beim Lava-Abbau naturschutzfachlich wertvolle Trockenstandorte zerstört. In der Regel wird der gesamte Lava-Kegel abgebaut und die Fläche später landwirtschaftlich genutzt
Beim Grauwackeabbau hingegen werden Trockenbiotope geschaffen, da ein Teil des Steinbruchs immer stehen bleibt.
Grauwacke ist ideal für Trockenmauern. Grauwacke ist ein erdgeschichtlich uralter Sandstein und ist, weil so alt, frostfest und sehr druckfest. Im Gegensatz zu Basalt hat der Stein aber eine natürliche Schichtung, das sogenannte Lager, und kann deshalb mit zwei annähernd parallelen Flächen geliefert werden. Als harter Sandstein ist Grauwacke noch gut zu bearbeiten. Durch Einschlüsse von Eisen und anderen Elementen haben die Steine am Anfang ein attraktives Farbspiel von blaugrün nach braun, später, wenn sie länger der Atmosphäre ausgesetzt sind, werden sie einheitlicher bräunlichgrau.
Grauwacke ist eine rheinische Spezialität und ist in anderen Regionen Deutschlands unbekannt.

Kurzübersicht

Projektleitung

Ulrike Aufderheide
Planungsbüro CALLUNA

 

Schulhof der Waldorf-Schule Bonn-Tannenbusch
Baujahr 2006
Fläche ca. 2500 qm